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Kantonsleitfaden

Jahresend-Steueroptimierung — Kanton Genf

Ein kantonsspezifischer Überblick über Abzüge, Beiträge und zeitliche Massnahmen, mit denen Sie Ihre Steuerlast vor Ende des Steuerjahres 2026 senken können.

GE

Kantonskürzel

×1.55

Kantonaler Steuerfuss

Geschätzter Kantons-/Gemeindesteuerfuss im Vergleich zur Bundessteuer — nur ungefähr.

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Anwendbare Regeln

2

Kantonale Besonderheiten

Genf: wie viel zurücklegen?

Geben Sie Umsatz und Aufwand ein: Der Rechner wendet den Steuerfuss von Genf an und zeigt, was Sie jeden Monat für AHV und Steuern parkieren sollten.

Rechner öffnen
Abzüge

Homeoffice-Abzug

Kein fester Höchstbetrag

Wenn Sie regelmässig von zu Hause aus arbeiten und über einen eigenen Arbeitsplatz verfügen, können Sie einen Anteil von Miete/Hypothekarzinsen, Nebenkosten und Versicherung im Verhältnis zur Bürofläche abziehen.

Kantonaler Hinweis: Genf verlangt den Nachweis eines separaten Raums; gemeinsam genutzte Räume werden selten akzeptiert.

Berufswerkzeuge und Weiterbildung

Kein fester Höchstbetrag

Ziehen Sie Softwareabonnements, Hardware, Bücher, Kurse und Konferenzgebühren ab, die direkt mit Ihrer Geschäftstätigkeit zusammenhängen.

Fahrzeug- und Reisekosten

Kein fester Höchstbetrag

Ziehen Sie Geschäftsfahrten mit CHF 0.70/km (Auto) oder die effektiven Kosten des öffentlichen Verkehrs ab. Führen Sie für gemischt genutzte Fahrzeuge ein Bordbuch.

Verpflegungsabzug (auswärts)

Kein fester Höchstbetrag

Wenn Sie beim Kunden arbeiten oder geschäftlich unterwegs sind, ziehen Sie CHF 15 pro Mittagessen und CHF 27.50 pro Abendessen ab.

Abzug der Krankenkassenprämien

Max: CHF 6’000

Kranken- und Unfallversicherungsprämien sind für Selbstständigerwerbende bis zu einem kantonal festgelegten Höchstbetrag abziehbar.

Kantonaler Hinweis: Genf: max. CHF 6'000 für Alleinstehende (2025).

Zinsen auf Geschäftsschulden

Kein fester Höchstbetrag

Zinsen auf Darlehen, die ausschliesslich für geschäftliche Zwecke verwendet werden (Ausrüstung, Umlaufvermögen), sind vollumfänglich abziehbar.

Gilt ab CHF 50’000 Umsatz

Beiträge

Säule-3a-Einkauf für ein Lückenjahr (neu)

Max: CHF 7’258

2026 ist das erste Jahr, in dem Sie eine Säule-3a-Lücke (2025) nachzahlen können. Zahlen Sie zuerst den vollen Beitrag 2026 ein, dann bis zu CHF 7'258 zusätzlich — beides voll abziehbar. Schriftlicher Antrag bei Ihrer 3a-Stiftung erforderlich.

Säule-3a-Beitrag (mit 2. Säule)

Max: CHF 7’258

Zahlen Sie den Maximalbetrag vor dem 31. Dezember auf Ihr Säule-3a-Konto ein. Dieser Betrag ist vollumfänglich vom steuerbaren Einkommen abziehbar.

Säule-3a-Beitrag (ohne 2. Säule)

Max: CHF 36’288

Als selbstständig erwerbende Person ohne 2. Säule können Sie bis zu 20% des Nettoeinkommens einzahlen (bis zum Höchstbetrag). Das ist der wirkungsvollste Abzug überhaupt.

Zeitplanung

AHV-Akontobeiträge vor Jahresende zahlen

Kein fester Höchstbetrag

AHV/IV/EO-Beiträge, die im laufenden Jahr bezahlt werden, sind für dieses Jahr abziehbar. Stellen Sie sicher, dass Ihre Akontobeiträge vor dem 31. Dezember bezahlt sind.

Sofortabschreibung von Anlagegütern

Max: CHF 1’000

Anlagegüter unter CHF 1'000 können in der Regel sofort als Aufwand verbucht werden. Für höhere Beträge verwenden Sie die degressive Abschreibung (je nach Kategorie oft 25-40% pro Jahr).

Struktur

Optimierung der MWST-Abrechnungsmethode

Kein fester Höchstbetrag

Wenn Ihre Aufwendungen unter rund 40% des Umsatzes liegen, ist die Saldosteuersatzmethode gegenüber der effektiven Methode oft günstiger. Prüfen Sie das jedes Jahr neu.

Setzt eine MWST-Registrierung voraus

Das ändert sich 2026 im Kanton Genf

Die am 24. November 2024 beschlossene Senkung der Einkommenssteuer (je nach Stufe −11,4% bis −5,3%, im Schnitt rund −8,7%) gilt ab dem Steuerjahr 2025 und wirkt sich damit erstmals in den 2026 eingereichten Steuererklärungen aus. Ab 1. Januar 2026 wird der Tarif um 0,27% indexiert, die Mahngebühr steigt von CHF 10 auf CHF 20 und der Zins des Kantons sinkt von 3% auf 2,6%.

Offizielle Zahlen und Fristen — Kanton Genf

Steuerfuss (Kanton und Hauptort)

Genf rechnet mit Zusatzzentimen statt Prozenten: Der LIPP-Tarif ergibt die Grundsteuer, der Kanton schlägt 48,5 Zentimen dazu (47,5 plus 1 für die Betreuung zu Hause), der LDIRPP-Rabatt von 12% wird nur auf dem kantonalen Teil gewährt, danach folgen die Gemeindezentimen. Die Stadt Genf erhebt 2026 unverändert seit 2019 45,49 Zentimen, bei einem kantonalen Durchschnitt von 41,01.

Frist für die Steuererklärung

Die Einreichefrist ist der 31. März — für Angestellte und Selbstständigerwerbende gleich.

Fristerstreckung

Fristerstreckungen sind kostenpflichtig und gestaffelt: CHF 20 bis drei Monate, CHF 40 bis fünf Monate und CHF 60 darüber hinaus. Das Gesuch läuft online oder telefonisch bis 31. Oktober; im November und Dezember nur noch schriftlich per Post mit Begründung.

Das ist im Kanton Genf für Selbstständige besonders

Besonderheit 1

Der «bouclier fiscal» (Art. 60 LIPP) begrenzt Einkommens- und Vermögenssteuer zusammen auf 60% des steuerbaren Reineinkommens, wobei der Vermögensertrag mit mindestens 1% des Nettovermögens angenommen wird. Das schützt vor allem Personen mit bescheidenem Gewinn, aber erheblichem Geschäfts- oder Privatvermögen.

Besonderheit 2

Krankheitskosten sind bereits ab 0,5% des Einkommens abziehbar statt ab 5% wie beim Bund, und Prämien zählen bis zum Doppelten der kantonalen Durchschnittsprämie Ihrer Altersklasse.

Besonderheit 3

Kinderbetreuung ist 2026 bis CHF 26'392 pro Kind unter 14 Jahren abziehbar — einer der höchsten kantonalen Höchstbeträge der Schweiz.

Offizielle Quellen

https://www.estv2.admin.ch/stp/kb/ge-fr.pdfhttps://www.ge.ch

Fakten am 2026-07-29 anhand offizieller Quellen geprüft. Keine Steuerberatung — bestätigen Sie die Angaben mit Ihrem Treuhänder oder dem kantonalen Steueramt.

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Nur Schätzungen, keine Steuerberatung. Der angezeigte Kantonssteuerfuss und die Abzugsobergrenzen sind ungefähre Werte — bitte die Angaben vor der Steuererklärung mit Ihrem Treuhänder oder dem kantonalen Steueramt prüfen.